Raus aus dem Wintertief!
|
Was sie alle gemeinsam haben: Heißhunger auf Süßes, ständige Müdigkeit und Kraftlosigkeit, keine Lust auf Hobbys oder Freunde, schlechte Laune und ein Gefühl von Traurigkeit. Das beeinträchtigt die Lebensqualität, das private Umfeld und den Job natürlich massiv. Die Hormone sind schuldDer Winterblues entsteht, wenn sich der Hormonhaushalt durch das mangelnde Licht und die Kälte verändert. An kurzen und dunklen Wintertagen trifft weniger Tageslicht auf die Netzhaut der Augen. Das registriert die Zirbeldrüse im Gehirn – und schüttet das Schlafhormon Melatonin aus. Gleichzeitig bildet der Körper zu geringe Mengen des Gute-Laune-Hormons Serotonin, zum Ausgleich verlangt er ständig nach Zucker. Das Schmuddelwetter und die Kälte tun ihr Übriges, man möchte sich nur noch unter der Decke verkriechen. |
|
|
|
|
Tageslicht und Wärme helfenUm das Wintertief auszutricksen, brauchen Sie ein kleines bisschen Überwindungskraft: Bewegen Sie sich tagsüber mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft – am besten um die Mittagszeit. Auch bei grauem und bedecktem Himmel registriert die Netzhaut das Tageslicht; zudem bringt die Bewegung den Stoffwechsel auf Trab. Ansonsten sollten Sie sich regelmäßig ein Wannenbad, einen Besuch in der Sauna oder im Dampfbad gönnen und auf Ihre Ernährung achten: Cashewkerne, Paranüsse, Amaranth, Dinkel, Quark, Käse, Weizenkeime und Produkte aus Soja liefern viel Tryptophan, das der Körper in das Gute-Laune-Hormon Serotonin verwandeln kann. |
In schweren Fällen: Ab zum Arzt!Wenn Sie oben genannte Tipps beachten, spüren Sie den Unterschied meist schon nach wenigen Tagen. Hält sich das Stimmungstief hartnäckig, sollten Sie andere Ursachen wie z. B. einen Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenfehlfunktion ärztlich ausschließen lassen. Nur in vergleichsweise wenigen Fällen liegt eine echte saisonal bedingte Depression vor. Und weil diese beispielsweise mit Lichttherapie und bestimmten Medikamenten behandelt werden kann, brauchen Sie bis zum Frühjahr den Kopf nicht hängen zu lassen. |